Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) vollzieht eine strategische Kehrtwende bei ihrer Sendeinfrastruktur. Entgegen der ursprünglichen Planung, den analogen Radioempfang bis Ende 2024 vollständig abzuschalten, wird der Betrieb der UKW-Sender nun wieder aufgenommen. Erste Senderstandorte sollen bereits ab Mitte November wieder in Betrieb gehen.
Finanziell ist dieser Schritt mit einem Budget von rund 6,5 Millionen Franken pro Jahr verbunden. Ziel der Maßnahme ist es, zusätzlich zum digitalen Empfang erneut etwa 80 Prozent der Bevölkerung über die analoge UKW-Schiene zu erreichen. Die SRG prüft derzeit weitere Schritte zum Ausbau des Netzes.
Hintergrund für diesen Entscheid ist die erneute Konzessionierung der UKW-Frequenzen für einen Zeitraum von sieben Jahren. Das Unternehmen begründet diesen Schritt damit, dass eine alleinige Abschaltung durch die SRG unter diesen neuen Rahmenbedingungen keinen Sinn mehr ergeben würde.
Die Entscheidung bedeutet, dass die Radioprogramme von SRF somit für einen Großteil der Bevölkerung weiterhin über die traditionelle UKW-Technologie verfügbar bleiben. Damit reagiert die SRG auf die regulatorischen Gegebenheiten der Frequenzvergabe und sichert die analoge Reichweite ihrer Angebote.



