Technologiewechsel treiben Investitionen in Waferfertigungsanlagen

10.03.2026


Die Comet Holding AG hat für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 2,6 Prozent auf 457,0 Millionen Schweizer Franken gemeldet, gegenüber 445,4 Millionen Franken im Vorjahr. Bei konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum sogar 7,3 Prozent, was auf eine solide operative Entwicklung trotz eines herausfordernden Marktumfelds hindeutet. Das Unternehmen verzeichnete eine leichte Verbesserung der Nachfrage nach seinen Produkten, angetrieben durch zunehmende Dynamik in Teilen des Halbleitermarktes, insbesondere bei fortschrittlichen Logikanwendungen.

Die Profitabilität des Schweizer Technologiekonzerns stand jedoch unter Druck: Die EBITDA-Marge sank von 13,0 Prozent im Vorjahr auf 10,1 Prozent im Jahr 2025. Dieser Rückgang wird auf Währungseffekte durch den schwächeren US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken sowie auf ungünstige Produkt- und Regionalmixeffekte zurückgeführt. Das EBITDA selbst ging um 20,1 Prozent auf 46,3 Millionen Franken zurück. Die traditionellen Industriemärkte entwickelten sich stabil, allerdings ohne nennenswerte neue Nachfrageimpulse.

Für das Jahr 2026 zeigt sich Comet optimistisch und positioniert sich für den erwarteten Aufschwung in der Halbleiterindustrie. Das Unternehmen rechnet mit steigenden Investitionen in Waferfertigungsanlagen aufgrund von Technologiewechseln und wachsendem Speicherbedarf. Der Ausblick prognostiziert, dass der Nettoumsatz in Schweizer Franken und die bereinigte EBITDA-Marge deutlich über den Werten von 2025 liegen dürften. Die bereinigte Marge schließt einmalige Kosten in Höhe von etwa drei Prozentpunkten für den Hochlauf des Standorts Penang und ein Effizienzprogramm aus.

Im ersten Quartal 2026 erwartet Comet einen starken Auftragseingang bei voraussichtlich moderatem Nettoumsatz, was zu einem Book-to-Bill-Verhältnis von deutlich über 1 führen dürfte. Die Investitionen in KI-Infrastruktur bleiben der wichtigste Wachstumsmotor und werden voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr weiter zulegen. Diese Dynamik zeigte sich bereits in einer deutlichen Belebung der Geschäftstätigkeit in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026. Das Unternehmen plant, Wachstum zu realisieren, eine disziplinierte Strategieumsetzung voranzutreiben und systematische Effizienzsteigerungen zu erzielen.

Recommended news

USB-Panne mit 2048 Stimmen: Strafverfahren und Moratorium in Basel-Stadt

Die Panne im E-Voting-System des Kantons Basel-Stadt setzt dem digitalen Abstimmen in der Schweiz vorerst enge Grenzen – aber nicht überall. Nachdem bei der eidgenössischen Volksabstimmung vom 8. März 2026 insgesamt 2048 elektronisch abgegebene Stimmen in Basel-Stadt wegen einer nicht...

Read more


Anleger in Europa reduzieren Risikoexposure angesichts Nahost-Spannungen

Die europäischen Aktienmärkte haben zur Wochenmitte ihre kurze Erholungsphase beendet und sind erneut ins Minus gedreht. Auslöser ist nach Einschätzung von Marktbeobachtern vor allem die wachsende Unsicherheit im Nahen Osten, die über die Energiepreise zunehmend als Belastungsfaktor für die...

Read more


Rekorddividende kann Kursrutsch bei Lindt & Sprüngli nicht verhindern

Lindt & Sprüngli liefert operative Rekordzahlen – und erlebt an der Börse dennoch einen heftigen Rückschlag. Die Partizipationsscheine des Premiumschokoladen-Herstellers brachen am Dienstag im frühen Handel zeitweise bis auf 11'000 Franken ein, ein Minus im Tief von deutlich über 7 Prozent....

Read more


Mehr als drei Millionen Menschen im Iran auf der Flucht

Seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als drei Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Betroffen seien zwischen 600.000 und einer Million Haushalte, teilte die Behörde am Donnerstag in Genf...

Read more


Nahost-Krieg: Über 800.000 Binnenvertriebene im Libanon, 100.000 im Iran

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer sich zuspitzenden Gesundheitskrise im Iran und im Libanon infolge des seit Ende Februar andauernden Kriegs im Nahen und Mittleren Osten. Nach WHO-Angaben wurden im Iran seit Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar 18 Angriffe auf...

Read more