Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) treibt die Dekarbonisierung ihres Fuhrparks voran. Das Passagierschiff MS Saphir hat nach einer umfassenden Umrüstung auf Wasserstoffantrieb erstmals die Werft verlassen. Laut einer Mitteilung der SGV wird durch diesen technologischen Wechsel jährlich eine Menge von 50.000 Litern Diesel eingespart.
Der Umbau des im Jahr 2012 errichteten Schiffes begann im Oktober 2025 durch die Shiptec AG, einer Schwestergesellschaft der SGV. Die Installation der Brennstoffzelle sowie der entsprechenden Wasserstoffspeicher wurde bereits weitgehend abgeschlossen. Damit ist ein wesentlicher Schritt in Richtung einer emissionsarmen Schifffahrt auf dem See vollzogen.
Technisch basiert das System darauf, dass die Brennstoffzelle den Wasserstoff während der Fahrt in elektrische Energie umwandelt. Diese Energie treibt die Elektromotoren an und lädt gleichzeitig die Batterien kontinuierlich auf. Ein wesentlicher Nebeneffekt dieser neuen Antriebsart ist der vollständige Wegfall des Motorenlärms an Bord.
Bevor der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann, stehen weitere Hürden an. Das Schiff muss Probe- und Instruktionsfahrten auf dem Vierwaldstättersee absolvieren und das Bewilligungsverfahren durch das Bundesamt für Verkehr erfolgreich abschließen. Die MS Saphir bietet Platz für 300 Personen und soll ab dem 26. März 2027 hauptsächlich für einstündige Rundfahrten auf der Strecke Luzern–Kastanienbaum eingesetzt werden.



