US-Präsident Donald Trump hat überraschend angekündigt, die jährliche Militärhilfe für Israel in Höhe von rund vier Milliarden Dollar zum Ende des laufenden Jahres einzustellen. Ursprünglich waren diese Finanzhilfen bis zum Jahr 2028 geplant. In einem Telefonat mit Fox News erklärte Trump, dass Israel nicht mehr auf diese Unterstützung angewiesen sei.

Der US-Präsident gab an, dass dieser Schritt mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu abgesprochen wurde. Ein Sprecher von Netanjahu äußerte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu der Entscheidung. Die Milliardenzahlungen waren in den USA in den vergangenen Jahren zunehmend Gegenstand von Kontroversen.

Als Alternative zur direkten Finanzhilfe kündigte Trump an, dass die USA stattdessen Waffen an Israel verkaufen würden. Dies markiert eine Verschiebung von einer zustellungsbasierten Hilfe hin zu kommerziellen Transaktionen. Premierminister Netanjahu hatte bereits in diesem Jahr signalisiert, dass die US-Militärhilfe innerhalb eines Jahrzehnts auslaufen werde.

Die Ankündigung erfolgte am Tag der US-Zwischenwahlen, was Beobachter auf eine politische Motivlage schließen lässt. Steffen Schwarzkopf mutmaßte, dass Donald Trump mit diesem Schritt versuchen könnte, weitere Wähler auf seine Seite zu ziehen. Damit könnte die Entscheidung sowohl strategische als auch innenpolitische Hintergründe im Rahmen des Wahlkampfs haben.