Die Regierung des Kantons Luzern plant die Bereitstellung von zehn Millionen Franken für zinslose Betriebshilfedarlehen, um Landwirte nach einem extremen Dürresommer 2026 zu unterstützen. Besonders betroffen von den aufeinanderfolgenden Hitzewellen und der Trockenheit waren Flächen im Seetal, rund um den Sempachersee sowie im Luzerner Hinterland. Die Landwirtschaft kämpfte massiv mit der Futterversorgung, da mehrere Heuschnitte geringer ausfielen oder teilweise gar nicht eingebracht werden konnten.

Die Massnahme ist die Reaktion auf ein im August eingereichtes Postulat des Mitte-Kantonsrats Stephan Schärli. Schärli forderte eine rasche Prüfung von Unterstützungsmöglichkeiten, wobei er neben zinslosen Darlehen auch zusätzliche finanzielle, organisatorische und rechtliche Härtefallmassnahmen ins Spiel brachte. Die Landwirtschaftliche Kreditkasse des Kantons Luzern schätzt den konkreten Mittelbedarf für die geplanten Kredite auf genau zehn Millionen Franken.

Die Finanzierung der Darlehen soll hälftig durch den Bund und den Kanton erfolgen, wobei je fünf Millionen Franken beigesteuert werden. Damit die Bundesmittel fliessen können, ist die entsprechende Gegenleistung des Kantons sowie ein Entscheid auf Bundesebene erforderlich. Der Regierungsrat betont zudem, dass bereits bestehende Regeln gelockert wurden, damit Bauern aufgrund höherer Gewalt nicht automatisch geringere Direktzahlungen erhalten.

Weitere finanzielle oder rechtliche Sondermassnahmen lehnt die Regierung jedoch als unnötig ab. Stattdessen fordert der Regierungsrat eine langfristige Anpassung der Betriebe, um die Produktion widerstandsfähiger gegenüber Klimarisiken zu machen und entsprechende Versicherungen abzuschliessen. Die Regierung beantragte dem Kantonsrat, Schärlis Postulat nur teilweise erheblich zu erklären, um nicht budgetierte Kosten im fünfstelligen Bereich für eine weitere Prüfung zu vermeiden.